Einleitung
Neural Capture erobert den Modeler-Markt von oben nach unten. Der Zoom NEURIG bringt die Technik in die Preisklasse, in der die meisten Gitarristen tatsächlich einkaufen: 349 € für ein Bodengerät, das NAM-Captures nativ lädt, mit eigenem Akku läuft und auf ein kleines Pedalboard passt.
Das Herzstück ist Zooms DNA-Engine (Dynamic Neural Archive). Ein normaler Capture ist eine Momentaufnahme eines Amps bei einer einzigen Einstellung. DNA bildet ab, wie die Schaltung über jede Reglerstellung hinweg reagiert. Drehst du also Gain oder EQ am Pedal, verhält sich das wie am echten Amp. NEURIG kommt mit 30 dieser DNA-Amp- und Effektmodelle sowie 139 konventionellen Effekten.
Dann wäre da noch NAM. NEURIG unterstützt NAM A2-Lite nativ und öffnet damit über Zooms App SessionZ Pedal die TONE3000-Bibliothek mit mehr als 700.000 kostenlosen Community-Captures und IRs. Ab Dezember kannst du außerdem per Wi-Fi Captures deiner eigenen Amps und Pedale erstellen, die rechenintensive Verarbeitung übernimmt die Cloud.
Hier in Aktion sehen
Zooms offizielle Vorstellung des NEURIG:
Und eine Rig-Demo mit Ben Weinman (The Dillinger Escape Plan):
Wichtige Features & Vorteile
- Amps, die wie Amps reagieren: 30 DNA-Modelle erfassen, wie Gain und EQ über den gesamten Regelweg zusammenwirken, nicht nur bei einer Einstellung.
- Eine praktisch endlose Sound-Bibliothek: natives NAM A2-Lite plus Zugriff auf über 700.000 kostenlose Captures und IRs von TONE3000.
- Dein eigenes Equipment als Capture: Profile von Amps, Pedalen oder einer kompletten Signalkette per Wi-Fi und Cloud-Verarbeitung (verfügbar ab Dezember 2026).
- Bessere Boxen: 22 Multi-Layer IRs, jeweils aus drei IRs bei unterschiedlichen Lautstärken aufgebaut, mit wählbaren Mikrofonen und Positionen, dazu 50 Speicherplätze für eigene IRs.
- Umschalten ohne Lücken: bis zu 14 Amps und Effekte pro Rig, 4 Presets pro Rig, 200 Rigs sowie Delay- und Reverb-Trails, die beim Umschalten natürlich ausklingen.
- KI in der App: Rig AI baut ein Rig aus einer Textbeschreibung, die KI-Stem-Separation trennt Gitarre, Bass, Drums oder Gesang direkt auf dem Smartphone aus einem Song heraus, und SessionZ Play streamt Tracks per Bluetooth zum Mitjammen.
- Überall spielen: ein austauschbarer Akku für rund 4,5 Stunden, Stromversorgung über USB-C, ein Metallgehäuse mit nur 850 g.
Erste Reaktionen
„Mit dem Zoom Neurig präsentiert der japanische Hersteller einen Floor-Modeler, der zu diesem Preis auf dem Papier fast zu schön scheint, um wahr zu sein.“
Julian Schmauch, gearnews.com
„Wenn du ein bisschen zum Pedal-Sammeln neigst, hat Zoom womöglich das ultimative Multitool für dich gebaut.“
Emily Swingle, Guitar.com
Noch hat niemand ein Seriengerät, es handelt sich also um erste Eindrücke, nicht um Tests. Sie decken sich mit unserer Einschätzung: Das Datenblatt ist für 349 € ungewöhnlich großzügig, und der echte Test wird sein, wie sich die DNA-Modelle und die App auf einem Gig schlagen.
Galerie
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Für wen er gedacht ist
- Gitarristen, die von einem günstigen Multieffektgerät aufsteigen und neuronale Amp-Sounds ohne vierstelligen Preis wollen.
- NAM-Nutzer, die ihre Captures auf dem Boden statt auf dem Laptop haben wollen.
- Live-Gitarristen, die Stereo-Ausgänge, Send/Return für die 4-Kabel-Methode und ein Rig mit Akkubetrieb brauchen.
- Gitarristen zu Hause, die per USB aufnehmen, mit Kopfhörern üben und zu Tracks jammen.
Wer sich anderweitig umsehen sollte: Wenn du acht oder mehr Fußschalter für eine Steuerung wie mit Einzelpedalen willst oder bei Sound-Downloads und KI-Tools nicht von einer Smartphone-App abhängig sein möchtest, bist du mit einem größeren Bodengerät besser bedient.
Kurzdaten
- Modelle: 30 DNA-Amps und -Effekte, 139 Effekte, NAM A2-Lite-Captures
- Boxen: 22 Multi-Layer IRs, 50 Speicherplätze für eigene IRs
- Rigs: 200, jeweils bis zu 14 Effekte und 4 Presets
- Verarbeitung: 32-Bit Float, 32-Bit AD/DA, 48 kHz
- Anschlüsse: Instrumenteneingang, Send/Return (Sub Out/Sub In), Stereo-Ausgänge, 3,5-mm-Kopfhörerausgang, 3,5-mm-MIDI In/Out, Control In für FP02M/FS01
- Konnektivität: USB-C-Audiointerface (2 In / 2 Out), Bluetooth 5.4, Wi-Fi
- Extras: 45-Sekunden-Stereo-Looper, chromatisches Stimmgerät
- Stromversorgung: austauschbarer Akku mit 2900 mAh (ca. 4,5 h), USB-C
- Maße / Gewicht: 236,4 × 120,6 × 54,2 mm, 850 g
Vor- & Nachteile
Vorteile
- Neuronales Amp Modeling und natives NAM A2 für 349 €
- Akkubetrieb, Stereo-Ausgänge und Send/Return in einem kleinen Metallgehäuse
- USB-Audiointerface, Looper und Stimmgerät integriert
Nachteile
- KI-Funktionen und die TONE3000-Bibliothek stecken in der App SessionZ Pedal, die nicht in allen Regionen verfügbar ist
- Captures des eigenen Equipments kommen erst mit einem Update im Dezember 2026, nicht zum Marktstart
- Vier Fußschalter sind ein kompaktes Layout für komplexes Live-Switching
Wo kaufen
Der Zoom NEURIG kann bei Soundium für 349 € vorbestellt werden, die ersten Geräte werden im Dezember 2026 ausgeliefert.
- Kostenloser Versand an Abholstationen ab 149 € Bestellwert
- Kostenloser Kurierversand ab 299 € Bestellwert
- Sicherer Checkout und zinsfreie Ratenzahlung
- Beratung von Leuten, die das Equipment wirklich kennen
Zoom NEURIG bei Soundium vorbestellen
Unser Fazit
NEURIG ist Zooms ernsthaftestes Gitarrenprodukt seit Jahren: eine eigene neuronale Engine, NAM-Unterstützung für alles andere und ein Akku, damit er überallhin mitkommt. Wenn er sich so gut spielt, wie das Datenblatt verspricht, wirken 349 € bald wie eine sehr kleine Zahl.
Noch unsicher?
Du bist nicht sicher, ob NEURIG zu deinem Board oder deinem Workflow passt? Melde dich bei unserem Team, und wir helfen dir, das Richtige zu finden.
